Budget

Was kostet eine Hochzeit 2026 — wirklich?

Setzt euch hin, öffnet ein Spreadsheet, und schreibt auf was ihr wirklich ausgeben könnt. Nicht was ihr ausgeben wollt, nicht was die Eltern beisteuern könnten. Was ihr heute habt plus was bis zur Hochzeit realistisch dazukommt.

Das klingt banal, aber die meisten Budgetprobleme bei Hochzeiten entstehen nicht durch teure Entscheidungen — sondern weil das Ausgangszahl nie klar definiert war. Alle anderen Zahlen auf dieser Seite sind nutzlos ohne diese eine.

Der Durchschnitt — und was er euch sagt

~17.000 €
Durchschnitt DACH 2026
bei ~50 Gästen, ohne Flitterwochen
~8.000 €
Kleine Hochzeit
30 Personen, schlichte Location
25.000+ €
Große Feier
100+ Gäste, Premium-Dienstleister

Der Durchschnitt ist eine Orientierung, keine Zielmarke. Eine Hochzeit für 9.000 € kann unvergesslicher sein als eine für 30.000 € — das hängt nicht am Budget, sondern daran was euch wichtig ist. Was die Zahlen euch sagen: Die Gästezahl ist der stärkste Hebel. Zehn Gäste mehr bedeuten 1.000–1.500 € mehr allein für Catering.

Wofür das Geld tatsächlich draufgeht

KategorieKostenrahmenAnteil

Location & Catering

Saal, Speisen, Getränke, Service — der größte Posten

5.000 – 8.000 €
~45 %

Fotograf & Videograf

Wofür ihr euch später am meisten bedankt

1.500 – 3.000 €
~12 %

Brautkleid & Anzug

Inkl. Schuhe, Accessoires, Änderungen

1.000 – 3.000 €
~11 %

Trauringe

Je nach Material, Breite und Gravur

500 – 2.000 €
~7 %

Blumen & Dekoration

Brautstrauß, Tischdeko, Kirchenschmuck

500 – 1.500 €
~6 %

Musik & DJ

DJ günstiger als Band, beide brauchen frühe Buchung

500 – 1.500 €
~6 %

Standesamt, Transport, Hotel

Gebühren, Shuttles, Zimmer für Brautpaar

800 – 1.500 €
~7 %

Hochzeitstorte

Mehrstöckig mit individueller Gestaltung

300 – 800 €
~3 %

Einladungen & Papeterie

Save-the-Dates, Einladungen, Tischkarten, Menükarten

200 – 500 €
~2 %

Gesamt (Richtwert ~50 Gäste)

~17.000 €100 %

Richtwerte für Deutschland, Stand 2026. Stark abhängig von Region, Saison und Anbieter.

Die 60-15-10-15-Regel

Grob gesagt landet bei den meisten Hochzeiten: 60 % bei Location & Catering, 15 % bei Outfit & Beauty, 10 % bei Foto & Video, 15 % beim Rest. Wenn ihr früh merkt, dass ihr bei Catering über 60 % seid — dann entweder die Gästezahl kürzen oder woanders sparen.

Wo ihr wirklich sparen könnt — und wo nicht

Nicht jedes Budget-Optimierung fühlt sich gleich an. Manche merkt man am Tag nicht, manche bereut man jahrelang.

Nebensaison: Oktober bis März

spart bis zu 4.000 €

Locations, Caterer und viele Fotografen haben klare Nebensaison-Preise — oft 20–30 % günstiger. Dazu: Ihr habt deutlich mehr Auswahl bei Wunsch-Terminen und müsst nicht monatelang warten. Ein November-Samstag kann schöner sein als ein überfüllter Juli.

Wochentag statt Samstag

spart 1.000 – 2.500 €

Freitag oder sogar Donnerstag. Viele Locations haben Samstag als Peak-Day mit Mindestabnahmen. Gäste, die einen Urlaubstag nehmen müssen, nehmen das fast immer an — solange ihr ihnen rechtzeitig Bescheid gebt.

Weniger Gäste statt günstigeres Catering

spart 1.500 – 3.000 €

Jeder Gast kostet im Schnitt 100–150 € für Essen und Trinken allein. 20 Personen streichen bedeutet bis zu 3.000 € mehr für euren Fotografen, eure Torte oder die Flitterwochen. Qualität schlägt Quantität — fast immer.

Beim Fotografen sparen — das bereut ihr

Fotos sind die einzige Sache, die von eurem Tag übrig bleibt. Ein guter Fotograf kostet 2.000–3.000 €. Ein schlechter kostet 800 €. Die Differenz merkt ihr noch in 20 Jahren. Das ist kein guter Platz zum Sparen.

DIY — dort wo es Spaß macht

spart 200 – 600 €

Selbstgemachte Tischdeko, handgeschriebene Platzkarten oder ein persönlicher Willkommens-Korb für Gäste von weiter weg: Das ist stimmungsvoll und günstig. Aber: Kein DIY bei Dingen, bei denen ihr euch nicht sicher seid. Die letzte Woche vor der Hochzeit ist keine gute Zeit für Bastel-Experimente.

Das Elterngespräch — früh und klar

Wenn Eltern oder Schwiegereltern finanzielle Unterstützung anbieten — wunderbar. Aber klärt früh: Ist das ein Geschenk ohne Bedingungen, oder erwartet jemand Mitsprache bei der Gästeliste? Geld schafft Erwartungen, auch wenn das niemand laut sagt.

Führt das Gespräch bevor ihr Zusagen macht — nicht danach. Und plant lieber mit dem sicheren Eigenanteil, bis Externes schwarz auf weiß bestätigt ist.